First-Responder-System: Wenn jede Minute zählt – wir haben es angestoßen!

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand ist einer der dramatischsten Notfälle überhaupt. Bereits nach 3–5 Minuten drohen irreversible Hirnschäden. Doch so schnell kann kein Rettungswagen vor Ort sein. Um diese lebensgefährliche Lücke zu schließen, braucht es Menschen, die sofort helfen können – direkt aus der Nachbarschaft, aus der eigenen Gemeinde.
Genau deshalb haben wir als FDP-Fraktion im Kreistag Offenbach die Einführung eines „First-Responder“-Voraushelfersystems beantragt – und der Kreistag hat zugestimmt. Damit ist klar: Der Kreis Offenbach bekommt ein solches System!
Was ist das First-Responder-System?
First Responder („Ersthelfer“) sind geschulte Ehrenamtliche, oft aus den Feuerwehren oder Hilfsorganisationen, die bei einem Notfall alarmiert werden und noch vor dem Rettungsdienst eintreffen können. Sie überbrücken die entscheidenden Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes mit:
- Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage, Defibrillator)
- Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung
- Unterstützung und Beruhigung der Angehörigen
Unser Antrag im Detail
Mit unserem Antrag vom 25.09.2023 haben wir erreicht, dass der Kreis:
- Ein flächendeckendes First-Responder-System aufbaut.
- Regelmäßige Schulungen für Ersthelfer, EH+ und Sanitäter anbietet – kostenfrei und kreisweit.
- Das System nach der Einführung bekannt macht, damit möglichst viele Ehrenamtliche mitmachen.
Warum das wichtig ist
Studien zeigen: Würden mehr Menschen sofort mit Wiederbelebung beginnen, könnten in Deutschland 8.000–10.000 Menschenleben pro Jahr gerettet werden. Wir wollen, dass auch im Kreis Offenbach möglichst viele Leben gerettet werden – durch ein Netzwerk an qualifizierten Ersthelfern direkt vor Ort.
Unser Fazit
Mit unserem Antrag haben wir den entscheidenden Impuls gegeben: Der Kreis Offenbach wird zum Vorreiter bei schneller, ehrenamtlich getragener Hilfe im Notfall. Das First-Responder-System rettet Leben – und darauf kommt es an!